Das Wichtigste zusammengefasst
- Die Kosten für ein Hörgerät variieren je nach Technik, Bauform und Leistungsniveau, von zuzahlungsfreien Kassenmodellen bis hin zu Premiumlösungen mit höherem Eigenanteil.
- Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt einen festen Zuschuss, sodass sich die persönlichen Kosten deutlich reduzieren, während Nulltarif Hörgeräte eine grundlegende Versorgung ermöglichen.
- Mittelklasse und Premium Hörgeräte bieten zusätzliche Funktionen wie bessere Sprachverständlichkeit, Automatik und moderne Technologien, die den Hörkomfort im Alltag spürbar verbessern.
- Zu den Kosten zählen nicht nur das Hörgerät selbst, sondern auch Beratung, Anpassung, Service.
Hörgeräte zum Nulltarif

Wenn von einem Hörgerät zum „Nulltarif“ die Rede ist, sind in Deutschland meist zuzahlungsfreie Kassenmodelle gemeint. In diesem Fall übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die vertraglich festgelegten Kosten vollständig. Für Sie bleibt dann in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung von maximal 10 Euro pro Hörgerät.
Diese Versorgung umfasst mehr als nur das Gerät selbst. Auch die Beratung, die individuelle Anpassung sowie bei Kassenmodellen in der Regel Reparaturen innerhalb von sechs Jahren sind bereits enthalten. Sie erhalten also eine umfassende Betreuung ohne zusätzliche Kosten.
Wichtig zu wissen ist, dass ein Hörgerät zum Nulltarif nicht automatisch von geringerer Qualität ist. Hörakustiker sind verpflichtet, Sie auch mit einem eigenanteilsfreien Hörgerät so zu versorgen, dass alle vorgeschriebenen Standards erfüllt werden. Es geht also immer darum, eine funktionierende und alltagstaugliche Lösung für Ihr Gehör zu finden.
Die genauen Kosten und Leistungen können je nach Krankenkasse und Vertrag variieren. Als Orientierung werden beispielsweise rund 650 Euro pro Hörsystem zuzüglich Otoplastik genannt. Andere Abrechnungsmodelle liegen bei etwa 900 Euro pro Ohr beziehungsweise 1.800 Euro für beide Ohren inklusive weiterer Bestandteile der Versorgung.
Mittelklasse-Hörgeräte mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein Hörgerät aus der Mittelklasse bietet Ihnen häufig den besten Kompromiss zwischen Leistung und Kosten. Sie profitieren von deutlich mehr Komfort als bei einem zuzahlungsfreien Modell, ohne direkt in die höchsten Preisbereiche der Premiumklasse zu gehen.
Typisch sind Eigenanteile von etwa 500 bis 1.000 Euro pro Hörgerät, abhängig von Krankenkasse und gewähltem Modell. Insgesamt beginnen die Kosten für ein solches Hörgerät meist ab rund 1.000 Euro aufwärts. Damit bleibt diese Kategorie für viele Nutzer eine attraktive und ausgewogene Lösung.
Besonders wichtig ist, dass Sie in dieser Klasse bereits viele moderne Funktionen erhalten. Dazu zählen zum Beispiel eine automatische Anpassung an unterschiedliche Hörsituationen, also ein selbstständiges Reagieren auf wechselnde Umgebungen, sowie Bluetooth. Mit dieser Technik können Sie Ihr Hörgerät direkt mit Smartphone oder Fernseher verbinden. Auch eine verbesserte Störgeräuschunterdrückung ist häufig integriert, sodass Sprache klarer und angenehmer wahrgenommen wird.
Premium-Hörgeräte: Das Beste für höchste Ansprüche

Ein Hörgerät aus der Premiumklasse richtet sich an Menschen, die besonderen Wert auf maximalen Komfort und modernste Technik legen. Hier erhalten Sie Lösungen, die das aktuell technisch Machbare ausschöpfen und Ihnen auch in anspruchsvollen Hörsituationen ein sehr natürliches Hörerlebnis bieten.
Die Kosten liegen in diesem Segment meist bei etwa 1.500 bis über 4.000 Euro Eigenanteil pro Hörgerät, abhängig von Krankenkasse und Ausstattung. Damit gehören diese Modelle zur oberen Preiskategorie, bieten dafür aber auch einen entsprechend großen Funktionsumfang.
Typisch für Premium Hörgeräte sind intelligente Technologien, die Ihren Alltag spürbar erleichtern. Dazu zählen unter anderem KI gestützte Geräuschfilter, die gezielt zwischen Sprache und Hintergrundgeräuschen unterscheiden. So können Sie Gespräche auch in lauter Umgebung besser verstehen.
Auch eine 360 Grad Klangverarbeitung sorgt dafür, dass Sie Geräusche räumlich wahrnehmen und die Richtung von Stimmen leichter erkennen. Ergänzt wird dies durch eine besonders leistungsstarke Bluetooth Verbindung, mit der Sie Ihr Hörgerät komfortabel mit Smartphone, Fernseher oder anderen Geräten koppeln können.
Ein weiterer Vorteil ist die automatische Szenenerkennung. Das Hörgerät passt sich selbstständig an verschiedene Hörsituationen an, ohne dass Sie manuell eingreifen müssen. Einige Modelle verfügen zusätzlich über Sensoren, die zum Beispiel Bewegungen erfassen oder Funktionen im Bereich Gesundheit unterstützen.
Was gehört alles zu den Hörgeräte-Kosten?
Wenn Sie sich für ein Hörgerät entscheiden, zahlen Sie nicht nur für die Technik selbst. Die Kosten umfassen in der Regel ein umfangreiches Gesamtpaket, das Sie langfristig begleitet und eine optimale Versorgung sicherstellt.
Dazu gehören unter anderem folgende Leistungen:
- die persönliche Beratung
- ein ausführlicher Hörtest
- die Erstanpassung, auch mit verschiedenen Hörgerät-Modellen zum Vergleich
- bei Bedarf ein individuelles Ohrpassstück, auch Otoplastik genannt
- ein passender Schallschlauch oder Ex-Hörer, also der Lautsprecher im Gehörgang
- Fein- und Folgeanpassungen für bestmögliches Hören
- regelmäßige Nachsorgetermine
- die Kontrolle Ihres Hörvermögens durch weitere Hörtests
- gezielte Einstellungsoptimierungen im Alltag
- kleinere Reparaturen und Pflegeleistungen
Für Sie bedeutet das: Die Kosten für ein Hörgerät decken nicht nur das Produkt ab, sondern auch eine langfristige Betreuung und kontinuierliche Verbesserung Ihres Hörerlebnisses.
Diese Folgekosten sollten Sie einplanen
Neben den einmaligen Kosten für Ihr Hörgerät können im Alltag weitere Ausgaben entstehen, die Sie im Blick behalten sollten. Diese fallen je nach Nutzung und Ausstattung unterschiedlich aus.
Bei der Wahl des Hörgerät-Typs spielt vor allem die Energieversorgung eine Rolle. Moderne Akku Hörgeräte sparen Ihnen laufende Batteriekosten, da sie einfach wieder aufgeladen werden. Entscheiden Sie sich für ein klassisches Hörgerät mit Batterien, liegen die jährlichen Kosten dafür in der Regel bei etwa 15 bis 25 Euro.
Auch Zubehör kann Ihre Nutzung deutlich komfortabler machen, ist jedoch meist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Typische Beispiele sind:
- TV-Streamer, mit denen Sie den Fernsehton direkt auf Ihr Hörgerät übertragen können, etwa 120 bis 280 Euro
- Fernbedienungen zur einfachen Steuerung, etwa 60 bis 140 Euro
- Externe Mikrofone, zum Beispiel für Meetings oder Gespräche in lauter Umgebung, etwa 150 bis 400 Euro
Wichtig für Sie zu wissen ist, dass diese Extras in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Die Kosten tragen Sie also selbst, wenn Sie sich für solches Zubehör entscheiden.
Diese Faktoren bestimmen die Kosten

Die Kosten für ein Hörgerät setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Wenn Sie verstehen, wovon der Preis abhängt, können Sie besser einschätzen, welche Lösung zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget passt.
Technik & Leistungsniveau (größter Faktor)
Der wichtigste Einflussfaktor auf die Kosten ist die technische Ausstattung Ihres Hörgeräts.
Basismodelle bieten grundlegende Funktionen für den Alltag. In der Mittelklasse profitieren Sie bereits von besseren Sprachfiltern und automatischen Anpassungen an unterschiedliche Hörsituationen. Premium Hörgeräte gehen noch weiter und bieten moderne Technologien wie KI Unterstützung, räumliches Hören und eine besonders natürliche Klangverarbeitung.
Grundsätzlich gilt, je mehr Technik in einem Hörgerät steckt, zum Beispiel Störgeräuschunterdrückung, Bluetooth oder intelligente Automatik, desto höher sind die Kosten. Den Anteil, der über den Zuschuss der Krankenkasse hinausgeht, tragen Sie selbst.
Bauform & Design
Auch die Bauform Ihres Hörgeräts wirkt sich auf die Kosten aus. Hinter dem Ohr getragene Hörgeräte sind häufig etwas günstiger. Im Ohr Geräte, die besonders klein und unauffällig sind, können dagegen höhere Kosten verursachen. Für spezielle Anforderungen, zum Beispiel bei starkem Hörverlust, kommen individuelle Lösungen zum Einsatz, die ebenfalls preisintensiver sein können.
Wenn Ihnen eine möglichst diskrete Lösung wichtig ist, sollten Sie berücksichtigen, dass dies oft mit höheren Kosten verbunden ist.
Zubehör & Extras
Zusätzliche Funktionen und Zubehör können den Alltag mit Ihrem Hörgerät deutlich erleichtern, wirken sich aber ebenfalls auf die Kosten aus.
Dazu gehören zum Beispiel Ladegeräte für Akku Hörgeräte, TV-Streamer, Fernbedienungen oder die Anbindung an Ihr Smartphone. Solche Extras sind in der Regel nicht im Zuschuss der Krankenkasse enthalten und werden separat berechnet.
FAQ
Ja, die Kosten für ein Hörgerät können Sie grundsätzlich steuerlich geltend machen. Sie zählen in der Regel zu den sogenannten außergewöhnlichen Belastungen. Voraussetzung ist, dass eine ärztliche Verordnung vorliegt.
Wichtig für Sie ist daher, dass Sie das Rezept Ihres HNO-Arztes sorgfältig aufbewahren. Die tatsächliche steuerliche Entlastung hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel von Ihrem Einkommen, Ihrem Familienstand sowie der Höhe Ihres Eigenanteils für das Hörgerät. Das Finanzamt berechnet daraus individuell, in welchem Umfang die Kosten berücksichtigt werden.
Ja, ein Hörgerät zum Nulltarif ist in vielen Fällen möglich. Dabei handelt es sich um zuzahlungsfreie Kassenmodelle, bei denen die gesetzliche Krankenkasse die Kosten weitgehend übernimmt.
Für Sie bleibt in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung von maximal 10 Euro pro Hörgerät. Wichtig ist, dass auch diese Modelle die grundlegenden Anforderungen an eine gute Hörversorgung erfüllen müssen. Sie erhalten also kein „minderwertiges“ Hörgerät, sondern eine funktionale Lösung für den Alltag.
Wir von audiowell beraten Sie gerne dazu, welche Möglichkeiten Sie konkret haben und welches Hörgerät für Ihre Situation geeignet ist.
Auch bei sorgfältiger Nutzung kann ein Hörgerät im Alltag beschädigt werden. Die Kosten für eine Reparatur hängen stark davon ab, welches Bauteil betroffen ist und wie groß der Schaden ist.
Ein häufiger Grund sind Feuchtigkeitsschäden, etwa durch Schweiß, der in das Hörgerät eindringt. Je nach Umfang können die Kosten von wenigen Euro bis hin zu mehreren tausend Euro reichen, zum Beispiel bei einem Totalschaden.
Wenn Reparaturen nicht durch Garantie, Gewährleistung oder eine Versicherung abgedeckt sind, müssen Sie die Kosten selbst tragen. Deshalb ist eine regelmäßige Pflege und Wartung besonders wichtig, um Ihr Hörgerät langfristig funktionsfähig zu halten.
Ob Sie ein oder zwei Hörgeräte benötigen, hängt von Ihrem individuellen Hörverlust ab. Ist Ihr Gehör auf beiden Ohren eingeschränkt, sind in der Regel zwei Hörgeräte sinnvoll. So können Sie räumlich besser hören und Gespräche deutlich klarer verstehen.
Liegt der Hörverlust nur auf einer Seite, kann auch ein einzelnes Hörgerät ausreichen. Die genaue Entscheidung wird jedoch immer auf Basis einer ärztlichen Untersuchung getroffen. Ein HNO-Arzt stellt zunächst die Diagnose. Anschließend beurteilt der Hörakustiker, welches Hörgerät und welche Versorgung für Sie optimal ist.
Ein gutes Hörgerät kann weit mehr als nur Töne verstärken. Es trägt aktiv dazu bei, dass Sie geistig und körperlich fit bleiben. Aktuelle Studien zeigen, wie wichtig gutes Hören für die allgemeine Lebensqualität ist.
Hochwertige Hörgeräte bieten Ihnen modernste Technik und viele zusätzliche Funktionen. Dazu gehören zum Beispiel eine präzise Spracherkennung, Bluetooth zur Verbindung mit Smartphone oder Fernseher sowie praktische Akku Lösungen. Diese Technologien sorgen dafür, dass Sie Gespräche auch in anspruchsvollen Situationen besser verstehen.
Viele Premium Hörgeräte sind zudem besonders klein und unauffällig. Gerade diskrete, nahezu unsichtbare Hörgeräte liegen preislich meist im oberen Segment, da sie kompakte Bauweise mit umfangreicher Technik verbinden. Die höheren Kosten zahlen sich jedoch durch mehr Komfort, bessere Klangqualität und ein insgesamt natürlicheres Hörerlebnis aus.
Das Gehör kann sich im Laufe der Zeit verändern. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Hörgerät regelmäßig überprüft und angepasst wird.
In vielen Fällen lassen sich bestehende Hörgeräte neu einstellen, sodass sie wieder optimal zu Ihrem aktuellen Hörvermögen passen. Durch gezielte Feinjustierungen kann die Leistung angepasst und Ihr Hörerlebnis verbessert werden, ohne dass direkt ein neues Hörgerät notwendig ist.
Sollte sich Ihr Hörverlust stärker verändern, kann es sinnvoll sein, auf ein leistungsfähigeres Hörgerät umzusteigen. Auch hier beraten wir von audiowell Sie individuell und finden gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, die zu Ihrem Gehör und Ihren Anforderungen passt.
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